• Dina

Fear kills art

Aktualisiert: 1. Nov.

Fight, flight or freeze – ihr habt sicher schon einmal davon gehört. Wenn es drauf ankommt, kann man kämpfen, fliehen oder sich tot stellen.

Das Tier in uns übernimmt, unsere Instinkte schalten alles in uns auf “Überleben”. Oder “hoffentlich überleben”.

Was ganz lustig ist, denn: Situationen, in denen wir heute Überlebensangst haben, bedrohen (meistens) nicht wirklich unser Überleben. Die nächste Deadline. Das Date am Freitag. Die wöchentliche Projektbesprechung. Die Liste könnte ewig verändert oder ergänzt werden. All diese Sachen sehen ziemlich wenig aus wie ein Säbelzahntiger.


Trotzdem lösen sie in uns genau das aus: Angst – Überlebensangst.

Im Überlebensmodus funktioniert unser Kopf nicht rational. Wir denken nicht. Wir fühlen. Wir hören auf zu reflektieren, unser Verdauungstrakt stellt seine Funktion ein – und versucht mal, in einer Stresssituation an Sex zu denken. Ha!


Jetzt schaue ich mich im Alltag um und sehe gestresste Menschen. Menschen, die übereilt handeln, wenig denken. Menschen, denen der Bezug zu sich und ihrem Körper fehlt. Menschen, die versuchen, zu überleben – ohne zu wissen, dass das alles eigentlich gar nicht so wild sein müsste.

Alle scheinen getrieben vom Säbelzahntiger.



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Zugegeben, vielen Chefs steht dieser Vergleich gut.



Kopflos wie die aufgeschreckten Hühner laufen Menschen durch die Welt. Oder verfallen in Schockstarre. Oder werden aggressiv.

Und wundern sich, warum ihnen die Leichtigkeit und der Zugang zu ihren Emotionen und Kreativität fehlen. Keiner spielt, alle arbeiten.

Lasst uns hier mal kurz auf “Stop” drücken.

Der Säbelzahntiger ist nämlich eine ziemliche Schmusekatze, wenn man lernt, wie man ihn richtig streichelt. Und Deadlines sind nur dann schlimm, wenn man nicht weiß, wie man sie einhält.


Fun fact: man macht sich in Wahrheit meistens selbst das Leben schwer.

Oder lässt es sich schwer machen, weil man die eigenen Grenzen nicht kennt oder kommuniziert.

Das Leben an sich ist schon eine ganz schöne Trickkiste und der eigene Kopf das schönste oder schlimmste Werkzeug. Man kann so wunderschöne Welten schaffen, wenn man den eigenen Geist mal frei lässt. Sich selbst frei lässt. Und kreativ wird.



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Aber Kreativität braucht Raum. Keine Termine. Und leicht einen sitzen – wie Harald Juhnke schon wusste. Mir persönlich reicht schon der erste Teil.


Und ich wette: die meisten Leute wären überrascht, wie kreativ sie wirklich sein könnten – würden sie sich nur den Raum dazu geben.

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